183 Minuten für das Klima183 Abgeordnete – handelt JETZT!

9. Dezember 2025, 13:00-16:03 Uhr Parlamentsvorplatz Wien

Namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sprechen am 9. Dezember vor dem Parlament für wirksamen Klimaschutz.

 

Am 12. Dezember jährt sich das Pariser Klimaabkommen zum 10. Mal. Alle 195 versammelten Staaten der Weltgemeinschaft verpflichteten sich damals, den globalen Temperaturanstieg auf „deutlich unter zwei, wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius“ einzubremsen. Zehn Jahre später ist die Bilanz ernüchternd: Die weltweiten CO2-Emissionen sind auf einem Höchststand. Die 1,5 Grad-Marke dürfte schon überschritten sein. Österreich schaffte in den Jahren 2022 und 2023 zwar eine deutliche Reduktion, 2024 und 2025 fällt diese jedoch wieder viel zu gering aus, um die Klimaziele zu erreichen.

 

Ein individueller klimaschonender Lebensstil ist zwar notwendig. Doch die Entscheidung darüber, ob die vereinbarten Klimaziele erreicht werden oder nicht, liegt in den Händen der Politik : Welche Energieformen werden gefördert, wo wird gestrichen, welche Verkehrsprojekte werden umgesetzt, was wird in welchem Ausmaß besteuert, wo werden Verbote beschlossen usw.

 

Die „183 Minuten für das Klima“ sind ein Auftakt im doppelten Sinn: einerseits zum 10-Jahr-Jubiläum des Pariser Klimaabkommens, andererseits zu den Nationalratssitzungen am 10.-11. Dezember.

Aus dem Bereich der Wissenschaft werden Statements abgeben: Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU Wien, die Wirtschaftswissenschaftlerin Sigrid Stagl von der WU Wien (Wissenschaftlerin des Jahres 2024), der Biologe Franz Essl, Universität Wien sowie Daniel Huppmann, IIASA Laxenburg und Ko-Vorsitzender des Zweiten Österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel (AAR2).

Auch Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft nutzen die Gelegenheit, die Abgeordneten zu wirksamer Klimapolitik aufzurufen: Ferdinand Kaineder, Präsident der Kath. Aktion Österreich, Katharina Auer von der Diakonie Österreich, Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich sowie die Schauspielerin Selina Ströbele.

 

Zwischen den Beiträgen werden musikalische Einlagen des Rappers DAN LIO sowie von Peter Czermak für Abwechslung sorgen. Ein Klimafaktenberg wird Aspekte der Klimakrise auch visuell darstellen.

 

Die Aktion hat zum Ziel, einen öffentlich wahrnehmbaren Beitrag zur sachlichen Diskussion über notwendige Klimaschutz-Maßnahmen zu leisten. Es geht nicht um Politiker-Bashing, sondern ein „Rücken-Stärken“ für verantwortungsvolle Klimapolitik, jenseits parteipolitischer Interessen oder ideologischer Grabenkämpfe. Die Abgeordneten werden auch an die Ausrufung des Klimanotstands im September 2019 erinnert, mit der Definition der „Eindämmung der Klima- und Umweltkrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe höchster Priorität“.